Update vom 31.10.2020: 

Die Reparatur des Triebwerksschadens, den die Lok Ende 2017 erlitten hatte, zog sich leider bis Anfang 2020 hin. Die Gründe hierfür waren unter anderem, das warten auf neugefertigte Teile ( z.B. die neue Kolbenstange) durch externe Zulieferfirmen.

Des Weiteren kamen unvorhergesehene aber nötige umfangreiche Arbeiten im Bereich der Steuerung hinzu. Am Anfang des Jahres 2020 konnten dann erste Probefahrten angesetzt werden. Zunächst waren es Leerfahrten und als Abschluss sollte eine Lastprobefahrt nach Vorgabe des Sachverständigen erfolgen. Leider zeigte sich bei der Leerfahrt nach Crailsheim am 29.2.2020, dass sich der rechte Kreuzkopfbolzen in der Laufbüchse der Treibstange festgefressen hatte. Daraufhin verblieb die Lok geraume Zeit in Crailsheim. Die Treibstange musste nochmals zur Bearbeitung in die Eisenbahnwerkstätten Krefeld (EWK) gebracht werden. Vor Ostern 2020 sollte eine erneute Probefahrt mit überarbeitetem Kreuzkopfbolzen stattfinden, leider endete auch diese Fahrt mit selbigem Defekt. Nach erneuter Überarbeitung der Bohrungen von Kreuzkopf und Treibstange Anfangs Juni, war dann die Leer-Rückfahrt erfolgreich. Die Geschwindigkeit konnte auf dieser Fahrt in mehreren Schritten bis hin zur Höchstgeschwindigkeit gesteigert werden. Ohne Mängel am Fahrwerk erreichte die Lok den Standort Heilbronn. Leider konnte im Zuge dessen die geforderte Lastprobefahrt nicht durchgeführt werden, weil eine entsprechende Anhängelast fehlte. Leider trat ein weiter Mangel bei dieser Fahrt auf, die Heißdampftemperatur stieg nicht mehr auf die üblichen Temperaturen an. Als Ursache konnte im Zuge einer Untersuchung festgestellt werden, dass sich Spannungsrisse in den Kammern des Dampfsammelkastens gebildet hatten. Somit waren Nass- und Heißdampf nicht mehr vollumfänglich voneinander getrennt. 

Da bedingt durch die Corona-Pandemie keine Fahrtaufträge vorlagen, wurde beschlossen, die erst Ende Oktober nötige Kesselfristverlängerung vorzuziehen und dabei umfangreiche Reparaturschweißungen am Dampfsammelkasten sowie der Wechsel eines undichten Heizrohres, durch die Eisenbahnwerkstätten Gera ausführen zu lassen. Der TÜV Südwest Sachverständige, konnte dem Kessel einen guten Zustand bescheinigen. Deshalb ist ein Weiterbetrieb um ein Jahr nun möglich.

Zu den zahlreichen Instandhaltungsarbeiten, war es zudem nötig, die EUROVAPOR Gruppe 23 058 Deutschland personell neu aufzustellen. Verbunden hiermit war auch ein Wechsel des betreuenden Eisenbahnverkehrsunternehmens. In Zukunft wird die 23 058 in Deutschland durch die GfE Gesellschaft für Eisenbahnbetrieb mbH aus Crailsheim eingesetzt. Ferner war für den Betrieb in Deutschland eine vollumfängliche Instandhaltungsrichtline zu erarbeiten, welche abschließend von einem Fachgremium Auditiert und anerkannt wurde. Alles im allen waren dies äußerst zeitaufwendige und aufreibende Punkte, welche aber mittlerweile  gut gelöst sind. Die Gruppe 23 058 Deutschland der EUROVAPOR ist nun in allen Punkten sehr gut und zukunftsorientiert aufgestellt. 

Nach der bestandenen Lastprobefahrt am 31.10.20, von Heilbronn nach Welzheim, ist der 2017 erlittene Fahrwerksschaden vollumfänglich behoben und die Lok steht nun für uneingeschränkte Fahreinsätze zur Verfügung. Seitens der EUROVAPOR Gruppe 23 058 Deutschland sind keine eigen veranstalteten Sonderfahrten vorgesehen. Die 23iger soll hauptsächlich für Mieteinsätzen, mit eigenem Personal, für diverse Sonderzugveranstalter und Vereine zum Einsatz kommen. Fahrten in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen entsprechend der europäischen Vereinsziele des Vereins EUROVAPOR hinzu. Weitere Informationen zur Lok und deren Einsätzen sowie anderen Projekten der Gruppe 23 058 Deutschland werden auf der Internetseite der EUROVAPOR (www.eurovapor.ch) veröffentlicht. 

Die Instandsetzung und Wiederinbetriebnahme der 23 058 hat mittlerweile erhebliche Summen verschlungen. Dieser finanzielle Kraftakt war nur mit großer Unterstützung von Spendern, Sponsoren und Stiftern möglich. Hervorzuheben gilt, die Schweizer Genossenschaft der Dampflokfreunde (GdF), ohne deren Unterstützung wäre ein Beginn der Instandsetzung nicht möglich gewesen. Auch den beteiligten Werkstätten und Sachverständigen soll noch einmal gebührend für die fachgerechte Ausführung der beauftragten Arbeiten Dank gesagt werden. 

Die EUROVAPOR freut sich allerdings auch weiter über weitere Unterstützung in jeglicher Form von Spenden, Stiftungen und Neumitgliedschaften egal ob aktiv oder passiv. Infos dazu finden sich auf der Vereinsseite!

Gunter Birkold, EUROVAPOR Gruppe 23 058 Deutschland

Bild unten: Lastprobefahrt am 31.10.2020, Überfahrt über den Strümpfelbach-Viadukt auf der schwäbischen Waldbahn, Foto: Archiv EUROVAPOR. 

Siehe auch das Youtube-Filmchen beim Strümpfelbach-Viadukt.


 

Update vom 07.08.2020: 

Am 05./06. Juni 2020 wurde der überarbeitete Kreuzkopfbolzen sowie eine neue Druckbüchse zum Bolzen eingebaut. Dabei wurden auch die Aufnahmen des Bolzen am Kreuzkopf nachgearbeitet und verschiedene Tragbilder davon angefertigt. Es passt! Also ging's noch am Freitag auf die Strecke nach Satteldorf wobei keine nennenswerte Erwärmungen festgestellt wurden. Am Samstag wurde der Kreuzkopfbolzen erneut überprüft bevor man die Heimfahrt nach Heilbronn unternahm.

Auf der Fahrt von Crailsheim nach Heilbronn wurde die Geschwindigkeit sukzessive gesteigert und die Temperaturen aller Lager und des Kreuzkopfbolzen bei einigen Halten überprüft. Bei erhöhter Geschwindigkeit erwärmten sich alle Lager sowie die der Kreuzkopfbolzen rechts, links in gleichem Maße auf unbedenkliche Temperaturen. Auf der Fahrt zeigten sich weitere kleinere Mängel sowie eine größere Unzulänglichkeit: Die Heissdampftemperatur blieb nur unwesentlich über der Nassdampftemperatur! Ein Schaden am Dampfsammelkasten?

Nach dem Auswaschen des Kessels am 16./17. Juli 2020 wurde deshalb die erste Reihe der Überhitzerelemente ausgebaut um mit einem Endoskopiegerät die Trennwand Nassdampf-Heissdampfkammer untersuchen zu können. Die Ernüchterung ist; ein größerer Riss hat die Trennwand gesprengt! Diese Reparatur kostet und bedarf eines größeren Zeitaufwand‘s. Unsere Lok steht wieder in Heilbronn. Durch das lange Stehen der Lok haben sich weitere Schäden eingeschlichen: Die Bremsanlage des Tenders und des Nachlaufradsatzes funktionieren nicht einwandfrei und für die abgezehrten Befestigungsstiftschrauben des Speiseventil‘s der Mischvorwärmerpumpe muss ein Ersatz hergestellt werden. Und nun hat die Lok ihre Kesselfrist abgestanden. Wir ziehen in Erwägung die Kesselfrist um ein Jahr zu verlängern und entsprechende Abklärungen mit dem TÜV sind im Gange. Bei neuen Erkenntnissen halten wir Sie gerne auf dem Laufenden.

Gerd Hilligard, Präsident EUROVAPOR

Bild unten: Mit dem Endoskopiegerät sichtbar; der Riss zwischen Nassdampf- und Heissdampfkammer ist eindeutig. 


 

Update vom 10.06.2020:

Endlich haben wir es auf den 3. Anlauf geschafft die Lz-Probefahrt unserer 23 058 erfolgreich abzuschließen. Sie steht seit dem 06.06.2020 - nach einer 3 monatigen Odyssee in ihrer alten DB-Dienststelle dem Bw Crailsheim - wieder in ihrem Heimat-Bw in Heilbronn unter Dach.

Es war ein langer und steiniger Weg für die Aktiven und den Eurovapor-Vorstand bis die 23 058 wieder zuverlässig unter Dampf ihre ersten Schritte störungsfrei fahren konnte.
Die Rückschläge können hier in der Historie nachgelesen werden und ohne die unermüdliche finanzielle Unterstützung von Sponsoren und Gönnern der Lok wäre uns zwischenzeitlich der Atem ausgegangen.

Dafür möchten wir an dieser Stelle bei allen die unser Projekt zur Wiederinbetriebnahme der 23 058 begleitet und unterstützt haben DANKE SAGEN ! Ein besonderes Dankeschön geht zudem an die Genossenschaft der Dampflokfreunde (GDF) für deren Darlehensgebung.  

Da die Lok im Sommer 2017 eine Kesselabnahme im Rahmen des Rückbau auf Kohlefeuerung erhalten hatte steht jetzt bereits die Kesselfristverlängerung an. Ebenso die Reparatur einiger im Rahmen der Lz-Probefahrten festgestellten Kleinarbeiten, welche unter "freiem Himmel" in Crailsheim und der Ungewissheit wann die nachgearbeitet Bauteile aus Krefeld zum Wiederanbau eintreffen nicht möglich waren.

Wir gehen davon aus dass die Lok bis Ende August / Anfang September instandgesetzt ist und dann zuverlässig für Fahrten zur Verfügung steht.

Auch die bereits einmal in der Fachpresse kommunizierte Premierefahrt über ihre alten Stammstrecken ist noch wie vor in Planung.

Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

Bild unten: Fährt 23 058 jetzt durch den Tschungel? Nein, Querung des Ohrenklingenbaches zwischen dem Haller-Tunnel und Gottwollshauser Tunnel der Hohenlohnebahn Crailsheim - Heilbronn während der Probefahrt am 6. Juni 2020. Vielen Dank Marcus Benz für dieses phantastisches Bild. 

Es ist eine grosse Freude, 23 058 auf dieser gelungenen Probefahrt zu erleben. Sehen Sie hierfür den beeindruckenden Film von Marco Weigel und Stephan Czarnecki.


 

Update vom 29.04.2020:

Auf einer erneuten Probefahrt am 9. April 2020 ist folgendes passiert: Der Einbau eines neuen Kreuzkopfbolzen in die ebenfalls neu hergestellte Buchse der Treibstange ist problemlos von statten gegangen. Auf der Kurzrunde Crailsheim - Satteldorf - Crailsheim wurden keinerlei Erwärmung des Kreuzkopfbolzen festgestellt, auch war der Ölverbrauch des Bolzen auf beiden Seiten gleich.
Guten Mutes wurde die Rückfahrt von Crailsheim nach Heilbronn in Angriff genommen. Die Lok wurde allerdings in der Gefällestrecke hinter Großaltdorf nicht schneller, was für eine rollengelagerte Lok sehr ungewöhnlich ist. Auf der Höhe des Bühlertalviadukt (2 km vor Sulzdorf & 15 km nach Crailsheim) lief die Lok im Leerlauf unruhig und es wurde beim Fahrdienstleiter ein sofortiger Nothalt auf dem Ausweichgleis in Sulzdorf bestellt. Im Weichenbereich von Sulzdorf war aber bereits ein quietschen rechts im Triebwerk zu hören. Der rechte Kreuzkofpbolzen war erneut heiß und des Ölgefäß zu 1/3 leer. Die Kreuzkopfbolzenbuchse hat sich verdreht und der auf dem Kreuzkopfbolzen festgefressen.
Die Anforderung einer Hilfslok(die private 111 200 der hilfbereiten GfF aus Crailsheim) zur Vermeidung weiterer Schäden für die Rückfahrt in das näher gelegene Crailsheim war unvermeidlich.
Mit Hg 30 km/h ging’s zurück in das ehemalige Heimat-Bw der 23 058 zu DB-Zeiten. Unsere Leute vor Ort, inklusive Herr Huhn der EWK welcher sich die Lok in Sulzdorf noch angeschaut hat, sind der Meinung, dass keine mangelnde Schmierung oder eine technische Fehlbedienung (was Beides schon wieder im Netz zu lesen stand) ursächlich war - sondern in der Geometrie der Lok zu suchen ist. Hervorgerufen ggf. durch die Havarie 2017, wo ein bisher nicht ersichtlicher weiterer Schaden verursacht wurde. Die nächsten Schritte sowie die Versicherungssache sind in Abklärung.

Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

Auch von dieser Probefahrt ist bei uns eine eindrückliche Filmszene eingetroffen. Vielen Dank an Marco Weigel, der uns an dieser Stelle die Veröffentlichung erlaubt.

 

Update vom 01.03.2020:

Die 23 058 ist sowohl bei der Lz-Probefahrt am Freitag 28.02.2020 wie auch bei dem ersten Teil der Lastprobefahrt am Samstag 29.02.2020 sehr gut gelaufen. Aber beim Halt in Crailsheim - zur geplanten Aufnahme weiterer Last - wurde bei der Kontrolle eine deutliche Erwärmung des rechten Kreuzkopfbolzen festgestellt. Nach Befundung und Ursachenforschung konnte ein Ausfall der Schmierung festgestellt werden was bereits eine Beschädigung des Buchsenlagers verursachte. Deshalb wurde die Probefahrt zur Sicherheit in Crailsheim abgebrochen und die Lok zur Nacharbeit durch die EWK in Crailsheim abgestellt.

Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

Vielen Dank an den Fotografen Marcus Benz aus Heidenheim für die zur Verfügung gestellten Bilder und Texte der Probefahrt. Die abgebildeten Personen haben zudem ausdrücklich das Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben. 
Hier gehts zur Bildergalerie Probefahrt 23058 28./29.02.2020 & 06.06.2020 .

Einmal mehr ein herzliches Dankeschön an Stephan Czarnecki, der nach 2 Jahren Stillstand die ersten Schritte der 23 058 auf den Probefahrten wunderschön in einem Film festhielt und der Eurovapor an dieser Stelle zur Verfügung stellt.

 

Update vom 01.02.2020:

Die Arbeiten an der Dampflok 23 058 schreiten weiter voran. Die Lok befindet sich nach wie vor in der nicht öffentlich zugänglichen Rechteckhalle in Heilbronn. Die lange Zeit ausstehenden Großbauteile wie beide Kreuzköpfe und beide Treibstangen wurden durch die Eisenbahn-Werkstätten Krefeld (EWK) montiert. Weitere Montagearbeiten an der Steuerung konnten ebenfalls durchgeführt werden. Abschliessende Arbeiten an den beiden Schwingenstangen stehen noch aus. Die Eurovapor-Gruppe 23058 Deutschland rechnet nach Aussagen der EWK mit der endgültigen Inbetriebnahme der Lok zum Frühjahr 2020.

 

Update vom 03.07.2019:

Nach über 1.5 Jahren Stillstand seit dem Triebwerkschaden im November 2017 - stand die Lok 23 058 am 22./23. Juni 2019 erstmals wieder unter Dampf, um die Überhitzerelemente und Dampfzylinder freizublasen. Eine Wiederinbetriebnahme der 23 058 scheint absehbar zu werden. 

Ein herzlicher Dank  an Stephan Czarnecki, der diesen Film unter Mitwirkung der Eurovapor-Gruppe 23 058 Heilbronn verwirklichte und der Eurovapor die Rechte dazu gab, den Film an dieser Stelle öffentlich zu zeigen.

 

Update vom 10.06.2019:

Liebe Freunde, Gönner und Kunden der 23 058, wir haben heute sehr gute und zugleich auch deprimierende Infos:

Die 23 058 steht Dank mehrere intensiver Arbeitseinsätze in den letzten Wochen durch unsere Sektion Deutschland soweit möglich komplett montiert und anheizbereit in Heilbronn. ABER: Einige Teile des Fahrwerkschadens sowie weitere unsachgemäß aufgearbeitete Bauteile der Steuerung aus früheren Zeiten bedürfen sehr zeitaufwendige Anpassarbeiten, die in Heilbronn nur erschwert durchgeführt werden können.Die von uns beauftragte Fachwerkstatt ist bemüht, dies alles auszuführen, dazu kommt die räumliche Distanz die erschwerend wirkt. Als Grossbauteil fehlt noch die rechte Kolbenstange. Somit ist die Fertigstellung der Lok ungewiss und wir müssen leider zwangsläufig sämtliche für diesen Sommer (Juni bis August 2019) geplante und dem Kunden bereits zugesagte Einsätze absagen ! Wir bedauern diese Entscheidung sehr, Bitten hier aber um Verständnis, zumal es nicht im unserer Macht liegt.

Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

 

Update vom 10.02.2019:

Lange haben wir kein neues Update zum Sachstand der Reparatur des Unfallschadens vom 30.11.2017 an 23 058 veröffentlicht. Dies liegt unter anderem daran, dass es lange nichts neues zu Berichten gab, aber die vor kurzem erschienene Falschmeldung über die Fertigstellung der 23 058 in einem Deutschen Forum veranlasst uns jetzt doch zu reagieren.

Die aktuelle Instandstellung an der Lok geht weit über die geplanten Reparaturen des Unfallschadens hinaus. Zum einen weil notwendiger Weise abgebaute Teile ebenfalls auf Urmaß gebracht werden müssen, damit die gesamte Geometrie wieder zusammenspielt – aber auch, weil im Rahmen des Unfallschadens einige zusätzliche Altschäden und unsachgemäße Instandhaltungsmängel der Vergangenheit zu Tage getreten sind. Durch diese Befundungen haben wir uns entschlossen die gesamte Lok im Bereich der Steuerung & Dampfmaschine wieder auf Urmaß Instand stellen zu lassen, damit wir die Lok mit der höchstmöglichen Zuverlässigkeit an unsere Kunden vermieten können.

Anfang Januar 2019 konnten endlich die ersten aufgearbeiteten Teile aus der Fachwerkstätte in Krefeld wieder in Empfang genommen werden. Ende Februar folgen weitere gewichtige Antriebsteile und bis Mitte April sollen alle Teile wieder an der Lok verbaut sein.

Wenn die ersten Rollversuche (hoffentlich noch im April) erfolgreich sind und alle Papiere ihren behördlichen Weg beim EBA in Deutschland und dem BAV in der Schweiz genommen haben wird die Lok auf umfangreiche Lokzug-Probefahrten gehen. Für die erste Last-(Probe)fahrt auf ihrer alten Heimatstrecke stehen aktuell Überlegungen im Raum, diese als Premierefahrt für Eisenbahnfans frei zu geben um damit die entstehenden Kosten etwas zu decken.

Ab dem 2. Halbjahr dürfen sich die Fans der DB Neubaudampflok 23058 dann auf viele tolle Einsätze freuen. Die entsprechenden Anfragen liegen uns bereits vor und wurden die Tage auch unter Vorbehalt der Fertigstellung bestätigt.

Hier einige Bilder von den Reparaturarbeiten Bilderstrecke Bild Nr. 1 - 6  ».

Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

 

Update vom 26.08.2018:

Lange haben wir nichts von uns Hören lassen, wofür wir uns zuerst einmal bei Ihnen allen entschuldigen wollen. Aber durch die sich ständig ändernden Sachstände zur Instandsetzung der 23 058, kurzfristigen ungeplanten Projekten der Eurovapor durch Fahrzeugschäden und zuletzt beruflichen und privaten Verpflichtungen von Vereinsmitgliedern im ersten Halbjahr 2018 werden solche Infoschreiben leider immer auf die lange Bank geschoben.

Anbei ein umfassender Sachstandsbericht zu unserer 23 058:

Die 23 058 steht wie bekannt seit ihrem schweren Triebwerkschaden am 30.11.2017 im öffentlich nicht zugänglichen Rechteckschuppen des ehem. Bw Heilbronn. Dort fand durch mehrere Fachfirmen im Winter 2017/2018 eine ausgiebige Befundung des Schadens statt. Nach Prüfung der Angebote und Abwägung aller damals bekannten Rahmenbedingungen haben wir uns für eine Instandsetzung vor Ort mit der Eisenbahn-Werkstatt-Krefeld entscheiden. Ende Februar waren alle schadhaften Bauteile sowie weitere Baugruppen zur Prüfung abgebaut und wurden nach Krefeld zur Aufarbeitung versendet.
Bei der Befundung und der späteren Aufarbeitung wurden immer wieder nicht dem Regelwerk entsprechende Werkstoffe oder falsch ausgeführte alte Instandsetzungen festgestellt, was einen Austausch dieser Werkstoffe oder einen teilweisen Neubau von Bauteilen erfordert.Weiterhin trat durch diese Erkenntnisse die Befürchtung zu Tage, dass eventuell auf der linken Triebwerkseite ein weitere Schaden vorprogrammiert ist. Deshalb haben wir uns ebenfalls zur Demontage und Prüfung der gesamten linken Triebwerkseite entschieden.
Wie es bei einer Instandsetzung von Bauteilen immer der Fall ist, werden dann weitere Punkte gefunden, die zwar noch in der Toleranz liegen, aber bei der Aufarbeitung eines schadhaften Bauteils auf Urmaß kann das Gegenstück nicht mit Verschleiß eingebaut werden.

Dies alles braucht viel Zeit und kostet einen nicht unerheblichen Geldbetrag, welchen die Eurovapor zuerst beschaffen musste, denn die Reserven waren mit dem Rückbau auf Kohlefeuerung und der für die Brems- und Fahrwerksrevision erforderlichen Arbeiten bereits aufgebraucht. Aktuell befinden sich aber alle Teile in der Endfertigung oder sind teilweise zur Aufnahme von Maßen bereits wieder an der Lok angebaut. Wir gehen momentan mit einer Fertigstellung der Lok durch die Fachfirma frühestens von Mitte / Ende Oktober 2018 aus, der dann noch ausgiebige Testfahrten (leer und mit Last) folgen werden.

Ein weiterer Ungewissheitsfaktor ist die noch ausstehende Abnahme der bereits eingebauten PZB90 Anlage von Seitens des EBA. Hier stehen noch bürokratische Vorgänge im Raum, womit wir aber bereits im Februar eine Fachfirma beauftragt haben.

Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

 

Update vom 20.12.2017:

Heute am 18.12.2017 fand in Heilbronn an der Dampflok 23 058 ein Termin mit Fachkräften aus dem Dampflokwerk Meiningen zur Befundung des Triebwerkschadens vom 30.11.17 statt. Die bisher von uns angenommene Schadensursache – ein Bruch der vorderen Halterung der Kreuzkopfführung am hinteren Zylinderdeckel – wurde heute von den Fachleuten aus Meiningen bestätigt. Die dadurch entstanden sichtbaren Schäden sind im Rahmen von Metallbearbeitung zwar sehr umfangreich, aber reparabel. Jedoch, um die eventuell nicht sichtbaren Schäden im Fahrwerk (Rollenlager) auszuschließen, muß die Lok ausgeachst, umfassend befundet und vermessen werden. Für diese Arbeiten stehen aber im Werk Meiningen erst wieder ab dem 3. Quartal 2018 Kapazitäten zur Verfügung - somit müssen wir leider ALLE Fahrten mindestens bis 30.09.2018 absagen! Eine Aussage, ab wann die Lok im Herbst 2018 wieder einsatzfähig ist, können wir erst nach Erhalt des Angebots (vrsl. Ende Januar) und der daraus folgenden Auftragsvergabe in Absprache mit dem Werk Meiningen treffen. Wir bedauern diese Entscheidung sehr und hoffen aber, Sie im Laufe der 2. Jahreshälfte 2018 wieder als Kunden für die 23 058 im Jahre 2019 ansprechen zu dürfen.

Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

 

Erneut schwerer Schaden an einem Fahrzeug der Eurovapor

Die Unglückserie will nicht abreissen: Bei einem schweren Triebwerkschaden an der Dampflok 23 058 ist dies nun innert 40 Tagen bereits der 3. grosse Fahrzeugschaden bei der Eurovapor. Auch hier kommt der Zeitpunkt höchst ungelegen - die Auftragslage der 23 058 für das kommende Jahr 2018 wäre mehr als gut. 

Zum Ereignis berichtet uns Thorsten Biehler von der Eurovapor Gruppe Deutschland wie folgt: 

Am Donnerstag, 30.11.2017 ist an der 23 058 zwischen Heilbronn Hbf und Neckarsulm auf der Überführung nach Würzburg ein größerer Schaden aufgetreten.

Die 23 058 fuhr mit eigener Kraft, allerdings mit Vorspann durch die MaK 800D des SEH. Der Vorspann ist derzeit leider noch erforderlich, da die PZB-Anlage der Lok noch nicht ganz komplett und folglich auch noch nicht abgenommen ist. Grund dafür ist die lange Lieferzeit einiger Teile der PZB-Anlage.

Der genaue Umfang des Schadens muss erst noch ermittelt werden. Der Schaden ist mit Sicherheit reparabel, aber der Umfang der Instandsetzung steht natürlich noch nicht fest. Bevor ein ungefährer Zeitrahmen für die Reparatur festgelegt wird, ist eine genaue Befundung erforderlich. Eine Dauer der Reparatur ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Die Befundung muss zunächst auch ergeben, welche Ersatzteile erforderlich sind und woher sie beschafft werden können. Eine schlimmstenfalls erforderliche Neuanfertigung von Teilen kostet Zeit und vor allem auch viel Geld.

Sicher ist bislang, dass auf der Lokführerseite die vordere Halterung der Kreuzkopfführung abgerissen ist. Dadurch sind umfangreiche Folgeschäden am Zylinder, an den Zylinderdeckeln, am Kreuzkopf und weiteren Aufhängungen entstanden. Weitere Steuerungsteile, Treib- und Kuppelstangen müssen noch auf Beschädigungen hin untersucht werden.

 

Abgerissene Kreuzkopfführung.