Update vom 26.08.2018: Lange haben wir nichts von uns Hören lassen, wofür wir uns zuerst einmal bei Ihnen allen entschuldigen wollen. Aber durch die sich ständig ändernden Sachstände zur Instandsetzung der 23 058, kurzfristigen ungeplanten Projekten der Eurovapor durch Fahrzeugschäden und zuletzt beruflichen und privaten Verpflichtungen von Vereinsmitgliedern im ersten Halbjahr 2018 werden solche Infoschreiben leider immer auf die lange Bank geschoben.

Anbei ein umfassender Sachstandsbericht zu unserer 23 058:

Die 23 058 steht wie bekannt seit ihrem schweren Triebwerkschaden am 30.11.2017 im öffentlich nicht zugänglichen Rechteckschuppen des ehem. Bw Heilbronn. Dort fand durch mehrere Fachfirmen im Winter 2017/2018 eine ausgiebige Befundung des Schadens statt. Nach Prüfung der Angebote und Abwägung aller damals bekannten Rahmenbedingungen haben wir uns für eine Instandsetzung vor Ort mit der Eisenbahn-Werkstatt-Krefeld entscheiden. Ende Februar waren alle schadhaften Bauteile sowie weitere Baugruppen zur Prüfung abgebaut und wurden nach Krefeld zur Aufarbeitung versendet.
Bei der Befundung und der späteren Aufarbeitung wurden immer wieder nicht dem Regelwerk entsprechende Werkstoffe oder falsch ausgeführte alte Instandsetzungen festgestellt, was einen Austausch dieser Werkstoffe oder einen teilweisen Neubau von Bauteilen erfordert.Weiterhin trat durch diese Erkenntnisse die Befürchtung zu Tage, dass eventuell auf der linken Triebwerkseite ein weitere Schaden vorprogrammiert ist. Deshalb haben wir uns ebenfalls zur Demontage und Prüfung der gesamten linken Triebwerkseite entschieden.
Wie es bei einer Instandsetzung von Bauteilen immer der Fall ist, werden dann weitere Punkte gefunden, die zwar noch in der Toleranz liegen, aber bei der Aufarbeitung eines schadhaften Bauteils auf Urmaß kann das Gegenstück nicht mit Verschleiß eingebaut werden.
Dies alles braucht viel Zeit und kostet einen nicht unerheblichen Geldbetrag, welchen die Eurovapor zuerst beschaffen musste, denn die Reserven waren mit dem Rückbau auf Kohlefeuerung und der für die Brems- und Fahrwerksrevision erforderlichen Arbeiten bereits aufgebraucht. Aktuell befinden sich aber alle Teile in der Endfertigung oder sind teilweise zur Aufnahme von Maßen bereits wieder an der Lok angebaut. Wir gehen momentan mit einer Fertigstellung der Lok durch die Fachfirma frühestens von Mitte / Ende Oktober 2018 aus, der dann noch ausgiebige Testfahrten (leer und mit Last) folgen werden.
Ein weiterer Ungewissheitsfaktor ist die noch ausstehende Abnahme der bereits eingebauten PZB90 Anlage von Seitens des EBA. Hier stehen noch bürokratische Vorgänge im Raum, womit wir aber bereits im Februar eine Fachfirma beauftragt haben.
Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

 

Update vom 20.12.2017: Heute am 18.12.2017 fand in Heilbronn an der Dampflok 23 058 ein Termin mit Fachkräften aus dem Dampflokwerk Meiningen zur Befundung des Triebwerkschadens vom 30.11.17 statt. Die bisher von uns angenommene Schadensursache – ein Bruch der vorderen Halterung der Kreuzkopfführung am hinteren Zylinderdeckel – wurde heute von den Fachleuten aus Meiningen bestätigt. Die dadurch entstanden sichtbaren Schäden sind im Rahmen von Metallbearbeitung zwar sehr umfangreich, aber reparabel. Jedoch, um die eventuell nicht sichtbaren Schäden im Fahrwerk (Rollenlager) auszuschließen, muß die Lok ausgeachst, umfassend befundet und vermessen werden. Für diese Arbeiten stehen aber im Werk Meiningen erst wieder ab dem 3. Quartal 2018 Kapazitäten zur Verfügung - somit müssen wir leider ALLE Fahrten mindestens bis 30.09.2018 absagen! Eine Aussage, ab wann die Lok im Herbst 2018 wieder einsatzfähig ist, können wir erst nach Erhalt des Angebots (vrsl. Ende Januar) und der daraus folgenden Auftragsvergabe in Absprache mit dem Werk Meiningen treffen. Wir bedauern diese Entscheidung sehr und hoffen aber, Sie im Laufe der 2. Jahreshälfte 2018 wieder als Kunden für die 23 058 im Jahre 2019 ansprechen zu dürfen.
Eurovapor Gruppe 23 058 Deutschland

 

Erneut schwerer Schaden an einem Fahrzeug der Eurovapor

Die Unglückserie will nicht abreissen: Bei einem schweren Triebwerkschaden an der Dampflok 23 058 ist dies nun innert 40 Tagen bereits der 3. grosse Fahrzeugschaden bei der Eurovapor. Auch hier kommt der Zeitpunkt höchst ungelegen - die Auftragslage der 23 058 für das kommende Jahr 2018 wäre mehr als gut. 

Zum Ereignis berichtet uns Thorsten Biehler von der Eurovapor Gruppe Deutschland wie folgt: 

Am Donnerstag, 30.11.2017 ist an der 23 058 zwischen Heilbronn Hbf und Neckarsulm auf der Überführung nach Würzburg ein größerer Schaden aufgetreten.

Die 23 058 fuhr mit eigener Kraft, allerdings mit Vorspann durch die MaK 800D des SEH. Der Vorspann ist derzeit leider noch erforderlich, da die PZB-Anlage der Lok noch nicht ganz komplett und folglich auch noch nicht abgenommen ist. Grund dafür ist die lange Lieferzeit einiger Teile der PZB-Anlage.

Der genaue Umfang des Schadens muss erst noch ermittelt werden. Der Schaden ist mit Sicherheit reparabel, aber der Umfang der Instandsetzung steht natürlich noch nicht fest. Bevor ein ungefährer Zeitrahmen für die Reparatur festgelegt wird, ist eine genaue Befundung erforderlich. Eine Dauer der Reparatur ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Die Befundung muss zunächst auch ergeben, welche Ersatzteile erforderlich sind und woher sie beschafft werden können. Eine schlimmstenfalls erforderliche Neuanfertigung von Teilen kostet Zeit und vor allem auch viel Geld.

Sicher ist bislang, dass auf der Lokführerseite die vordere Halterung der Kreuzkopfführung abgerissen ist. Dadurch sind umfangreiche Folgeschäden am Zylinder, an den Zylinderdeckeln, am Kreuzkopf und weiteren Aufhängungen entstanden. Weitere Steuerungsteile, Treib- und Kuppelstangen müssen noch auf Beschädigungen hin untersucht werden.

 

Abgerissene Kreuzkopfführung.